Ich war immer schon ein Mensch der es gerne aufgeräumt mag. Ich hasse Unordnung. Wirklich, ich hasse Unordnung! Das geht zeitweise so weit, dass ich meinem Freund am liebsten den Teller unter der Nase wegziehen würde obwohl er noch isst, einfach nur damit ich ihn in den Geschirrspüler räumen kann. Bei Ladekabeln die herumliegen werde ich ganz unruhig und wenn die Kissen auf dem Sofa nicht in der richtigen Reihenfolge liegen kann ich mich nicht entspannen. Ich hab immer wieder bemerkt, dass sich eine innere Unruhe in mir breit gemacht hat wenn Chaos in meinen vier Wänden herrschte und das ich mich erst entspannen konnte wenn alles aufgeräumt war. Ob das alles noch „normal“ ist oder schon in Richtung Zwangsneurose geht kann ich nicht beurteilen und wenn ich ehrlich bin ist es mir auch egal. Solange alles an seinem Ort ist, geht es mir gut.

Lange Zeit konnte ich mit alledem nicht viel anfangen, ich war immer der Meinung ich bin einfach ein sehr pingeliger Mensch, Punkt. Seit ich mich mehr mit dem Thema Interior Beschäftige bin ich immer wieder auf das Wort Minimalismus gestoßen. Cleane Wohnungen, bei denen alles sehr schlicht, einfach und vor allem leer aussieht, haben mich immer wieder fasziniert. Aber erst der Minimalismus & Slow Living Beitrag von Svenjas Traumzuhause haben mich zum nachdenken gebracht und ich hab nach und nach verstanden warum ich dieses „aufgeräumt“ Gefühl so brauchte. Herrscht in deinem zu Hause Ordnung, dann können sich auch deine Gedanken und Gefühle ordnen. 

Das tolle an einem minimalistischem Lebensstil ist, je weniger Dinge man besitzt desto weniger muss aufgeräumt werden. Diese Erkenntnis klingt vielleicht banal aber es stimmt. Minimalismus hat nicht nur mit einer auf dem ersten Blick aufgeräumten Wohnung zu tun. Es bedeutet so viel mehr. Ich hab mich in den letzten Wochen in dieses Thema eingelesen und bin zu dem Entschluss gekommen minimalistischer Leben zu wollen. Und weil sich Vorsätze leichter umsetzten lassen wenn man sie mit anderen teilt erzähl ich sie euch jetzt. Minimalistischer Leben - Meine Vorsätze

Ausmisten!

Wie oben schon erwähnt, war ich immer schon ein sehr ordentlicher Mensch. In meinen Kästen und Läden stapelt sich jedoch auch jede Menge Schrott welcher einfach nicht benötigt wird. Deko die mir schon lange nicht mehr gefällt, Papierkram der schon lange nicht mehr aktuell ist, Kleidung die ich das Letzte Mal vor 3 Jahren getragen hab und Kosmetik, jede Menge Kosmetik! Denn als Beautyblogger hat sich einfach unnormal viel angesammelt. Von alledem möchte ich mich trennen um Ordnung und vor allem Platz in meinen Schränken zu schaffen. Und nur das behalten was mich wirklich glücklich macht. Ganz nach dem Prinzip von Marie Kondo. 

Kaufstopp! 

Durch meinem Job im Verkauf hab ich mein Geld regelmäßig für Kleidung ausgegeben, wenn man direkt an der Quelle sitzt hat sich da schnell mal ein kleiner Berg angehäuft. Zudem waren da oft Teile dabei die fast untragbar waren, viel zu bunt oder einfach nicht meinem Stil entsprachen. Dann kam noch mein Beautyblogger Hobby hinzu, fast täglich war ich in den Drogerien oder Parfumerien und hab nach den neusten Trends in Sachen Make up Ausschau gehalten. Wenn ich zurückdenke wie viel Geld ich für Lippenstifte und Nagellacke ausgegeben habe, wird mir schlecht. Mittlerweile sind diese Dinge jedoch relativ unwichtig geworden. Ich hab einen anderen Job und bin somit nicht ständig von Klamotten umgeben, ich hab genug Kosmetik um die nächsten 10 Jahre zu überstehen und Kleidung ist bei mir Massenweise im Schrank. Dieser Drang ständig die neuste MAC LE besitzen zu müssen hat sich gelegt und da bin ich wirklich froh darüber. 
Blöderweise hat sich dieser Drang etwas verlagert. Ich kaufe zwar keine Kosmetik oder Kleidung mehr, dafür erwische ich mich immer wieder dabei wie ich bei Depot, Nanu Nana oder Butlers mein Geld lasse und das soll aufhören. 

Qualität statt Quantität!

Ein weiterer Vorsatz den ich mir gesetzt habe. Weg von den Massen an günstigen Zeug und dafür lieber weniger aber Qualitativ hochwertiger kaufen. Ihr denkt jetzt sicher das sich dieser Punkt mit dem vorherigen Punkt widerspricht aber Nein! Mein Kaufstopp bezieht sich nämlich auf unüberlegte, spontane und recht günstige Käufe denn Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist. Ich hab in der vergangen Zeit einige tolle Interior Marken entdeckt in die ich mich restlos verliebt habe. Ich war immer zu geizig 40€ für einen Bloomingville Übertopf auszugeben. Wenn ich mir jedoch 3 günstige Töpfe gekauft habe, war es die selbe Summe. Diese günstigen Töpfe sahen im ersten Moment zwar schön aus, es blieben aber günstige Töpfe die irgendwann wieder von der Bildfläche verschwanden und ich mir dann doch diesen Bloomingville Topf gekauft habe. Hätte ich direkt auf Qualität gesetzt, so hätte ich mir die günstigen Töpfe erspart. Wenn ich mehr Geld für ein einzelnes Produkt ausgebe, überlege ich mir den Kauf genauer und handle nicht so spontan und genau das ist der Punkt an der ganzen Sache, denn so entstehen weniger Fehlkäufe und man schätzt die einzelnen Produkte mehr. 

Minimalistischer Leben - Meine Vorsätze

Minimalismus bedeutet nicht möglichst wenig zu besitzen. Jeder Mensch definiert minimalismus etwas anders. Mir ist es wichtig mich von dem ganzen Kitsch und Krempel zu verabschieden um Platz zum Leben zu haben.  

 

Ich bin wirklich überzeugt von meinem Vorhaben und werde euch auch weiterhin daran teilhaben lassen, egal ob ihr wollt oder nicht.
Jetzt bin ich gespannt wie ihr zu dem Thema steht.

Wär das auch etwas für euch? 

Pint it!