Hui, wie die Zeit vergeht!
Der letzte Umzugs/Renovierungsbeitrag liegt ziemlich genau 2 Monate zurück und heute gibt’s endlich wieder ein Update für euch, wobei Update gar nicht das richtige Wort dafür ist denn mittlerweile sind wir eingezogen und haben uns auch schon ein wenig eingelebt. 
Das fertige Ergebnis bekommt Ihr heute aber noch nicht zu sehen, da Spann ich euch noch etwas auf die Folter, Ha!

Rund 25l Wandfarbe, 9l Holzfarbe, 4 Tuben Acryl, geschätzte 10 Rollen Malerkrepp und unzählige Pinsel hab ich in den letzten 3 Monaten zur Strecke gebracht. Kaum zu glauben. Ich hätte mit solch einer großen Menge nicht gerechnet, aber kaum hatte ich eine neue Rolle Malerkrepp in der Hand war diese auch wieder leer. Genauso erging es mir mit der Wand- und Holzfarbe, zwischendurch kam es mir vor als würden die Wände das ganze Material regelrecht aufsaugen.

 

 

 

 

 

Mein erstes großes Projekt, nach der Ausmistaktion vom letzten Beitrag war der wunderschön große aber leider grüne Einbauschrank. Der Schrank selbst ist ein echter Traum weil er einfach unglaublich viel Platz bietet und die Dachschräge perfekt genutzt wird, also war rausreißen kein Thema. Das einzige Problem an dem ganzen war die Farbe. Typisch 60er/70er Jahre wurde er in einem dunklen Grünen Farbton gebeizt.
Ich hab geflucht, geschimpft, war von oben bis unten erst voller Staub und danach voller Farbe, es war wirklich keine schöne Arbeit aber sie hat sich gelohnt denn das Ergebnis spricht für sich.
Ich hab die Türen erst mal angeschliffen, danach mit einem Kosmetikpinsel gesäubert (ja ihr lest richtig, ich kauf doch nicht um 20€ einen Pinsel zum entstauben im Baumarkt wenn ich genug günstige Pinsel zu Hause rumliegen hab) und danach mit 4 Schichten gestrichen.

 

 

 

 

 

Im Badezimmer hab ich dann bemerkt wie unglaublich toll Acryl sein kann. Acryl ist das Wundermittel schlechthin, es kommt in einer Tube ähnlich wie Silikon daher und ist zum auffüllen von kleinen Rissen und Löchern gedacht da man mit Lack oder Wandfarbe wunderbar drüberstreichen kann. Beim streichen der Holzwände im Badezimmer und in der Küche hab ich eine Tube nach der anderen geleert da eben genau bei diesen Holzwänden viele Risse beim streichen zum Vorschein kommen.

 

Das streichen des Wohnzimmer’s war eine der einfachsten arbeiten im Haus.
Abkleben, weiße Farbe, graue Farbe, fertig. Obwohl mir die Zimmerdecke auch einige Nerven gekostet hat. Habt Ihr schon mal eine Decke gestrichen? Ich war von oben bis unten mit kleinen weißen Farbspritzern bedeckt, sogar auf meinen Wimpern hatte ich Farbe kleben und wisst Ihr was das beste daran ist? Die Farbe geht nicht einfach so beim duschen ab, Nein! Mit einem Massage/Peelinghandschuh musste ich mir die Farbe vom Körper schrubben. Es war nämlich Hochsommer als ich das Zimmer gestrichen hab und somit hab ich mit einer kurzen Short und einem Top losgelegt, eine schlechte Idee wie  sich später herausgestellt hat.

 

 

 

 

Das Schlafzimmer war wieder eine echte Herausforderung. Weil die Wände von den vorherigen Tapeten so uneben waren und ich keine Lust hatte die alten Tapeten zu entfernen musste eine weitere Schicht Malervlies tapeziert werden welches die Unebenheiten ausgleicht und danach eine schöne Oberfläche zum streichen bietet.
Joa, hört sich ja gar nicht so schlimm an oder?
Wenn man sein Leben lang jedoch noch keine Tapete in der Hand hatte und der Opa von meinem Freund (der mir geholfen hat) das letzte mal vor 40 Jahren tapeziert hat dann kann das nur lustig werden. Nach einigem hin und her haben wir es aber geschafft und ich konnte auch schon mit den streichen beginnen. Die Rückwand bekam ein schönes Olivgrün verpasst und die anderen zwei Wände wurden Weiß. Die Flecken an den Wänden sind übrigens von der noch nicht trockenen Farbe.

Ich hoffe der Beitrag wurde jetzt nicht zu lang aber wenn ich einmal anfange zu erzählen kann ich einfach nicht mehr aufhören.