Man sitzt zu Hause vorm Fernseher oder vorm PC und bekommt richtig Lust auf was Süßes. Schokolade, Gummibärchen oder noch besser einen Kuchen. So geht’s mir ziemlich oft und dann hock ich vor meiner Süßigkeitenlade und bin irgendwie frustriert weil nicht das richtige drin ist. In solchen Situationen ist mein erster Weg dann in die Küche und ich verschaff mir einen kleinen Überblick was alles da ist und was ich möglicherweise daraus zaubern kann. 
Genau so bin ich letzte Woche zu meinem Tiramisu gekommen. Ich hatte Lust auf was süßes, kuchiges und hab mich kurzerhand mit meinem Freund in die Küche gestellt und diese kleine Sünde gezaubert. Und wenn ich mir schon die Mühe mache dann kann ich das ganze ja auch schnell fotografieren, obwohl das mit dem fotografieren sehr schnell gehen musste denn mein Freund stand schon mit der Gabel daneben und hat nur darauf gewartet das ich es endlich frei gebe.

 

 

 

 

Ich hab jetzt kein Fancy, ausgefallenes Food Blogger Rezept für euch. Es ist auch nicht Vegan oder Glutenfrei und schon gar nicht gesund. In meiner Lehre als Konditorin war dieser ganze Healthy Trend noch nicht so im Focus wie jetzt und ich muss gestehen ich steh auch überhaupt nicht auf das ganze Zeug. Ich bin da eher der klassische Typ. Ein Dessert muss nicht gesund sein, es soll schmecken und wenn da zu viel Zucker, Fett oder der gleichen drin sind dann ist das eben so. Wäre das nicht drin würde es auch nicht so gut schmecken. Man kann ja auch in Maßen genießen und sich nicht alles in Massen reinstopfen. Dann sieht’s auch nicht so schlimm mit der Bikini Figur aus.

Die Zutaten für das Tiramisu (5-6 Portionen)

6 Dotter
150g Zucker
500g Mascarpone
250g Schlagobers (Sahne)

400ml Kaffee (Lößkaffee)
80g Puderzucker
etwas Rum
Biskotten
Kakao

Wie schon oben erwähnt habe ist es ein ganz simples und schnelles Rezept bei dem ihr maximal 45min in der Küche stehen werdet. Für die geübten wird es in einer halben Stunde zu schaffen sein.

Die Eidotter hab ich mit dem Zucker über einem heißen Wasserbad aufgeschlagen. Die Eimasse sollte schön heiß werden, aber bitte nicht übertreiben sonst habt ihr ein ‚Eierspeis‘ im Topf. Das ist wichtig damit Bakterien die sich eventuell im Ei befinden absterben.
Ist die Masse schön schaumig dann kommt die Mascarpone und der geschlagene Obers (Sahne) dazu. Alles gleichmäßig miteinander verrühren und schon ist das gröbste Erledigt. Zusätzlich könnt ihr noch einen Schuss Rum dazugeben.

Als nächstes vermischt ihr den Kaffee mit dem Puderzucker und dem Rum in einer flachen Schale und bereitet die Biskotten vor.

Um ehrlich zu sein, ich hab mein Tiramisu nur in Gläser gefüllt damit es schöner auf den Fotos aussieht. Normalerweise füll ich es in kleine Plastikdosen in Protionsgröße, so kann man es einfacher aufbewahren und mit einem Deckel verschließen.

Ich hab mit der Creme begonnen und danach eine Schicht Biskotten, die ich kurz in der Kaffee-Rum Mischung getränkt habe weitergemacht. Dann wieder eine Schicht Creme und Biskotten. Mit Creme abschließen und zum Schluss noch eine dicke Schicht Kakao darüber streuen. Schon seit ihr fertig und das Ergebnis wird euch schmecken, versprochen!

Wenn es einige Stunden (am besten über Nacht) im Kühlschrank ruhen kann schmeckt’s noch viel besser. 

Was ist euer liebstes Dessert?